SC Cham Interaktiv

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Ein frischer Wind für unseren Verein

Seit dem 1. Januar leitet Lorenzo Müller die Geschäftsstelle des SC Cham. Zeit, um ein kleines Fazit einzuholen.

Mit viel Leidenschaft für den Fussball, neuen Ideen und einem grossen Engagement für den Verein startet er in seine verantwortungsvolle Position. Wir haben ihn zum Interview gebeten, um mehr über die ersten Eindrücke, Herausforderungen und Ziele zu erfahren.

Lorenzo, ich hoffe, dass du gut gestartet bist. Wie hast du die ersten Wochen und Monate als Geschäftsstellenleiter erlebt?

Danke der Nachfrage, ich bin sehr gut gestartet! Ich wurde grossartig empfangen und die ersten Wochen haben mir viel Spass gemacht. Besonders spannend finde ich die Vielfältigkeit der Arbeit, die mich jeden Tag herausfordert, aber auch motiviert. Der Umfang der Aufgaben ist beeindruckend und die Interaktion mit dutzenden von Akteuren in und um den Verein, macht die Arbeit sehr interessant. Ich muss sagen, dass die Vielfalt der Aufgaben weit über das hinausgeht, was ich erwartet habe. Alles in allem eine tolle Zeit, ohne Abstriche!

Wie wurdest Du vom Vorstand, den Funktionären und Mitgliedern aufgenommen?

Der Empfang war sehr gut, einige kannten mich bereits, was den Einstieg natürlich erleichtert hat. Ich habe eine herzliche Willkommenskultur erfahren, und es ist deutlich spürbar, dass es allen daran liegt, den SC Cham, der bereits bestens aufgestellt  ist, weiter voranzubringen. Dies ist mit berechtigten Erwartungen verbunden, und ich werde mein Bestes tun, um ihnen gerecht zu werden.

Gibt es bereits erste Herausforderungen, die dir begegnet sind, insbesondere im Vereinsalltag?

Ja, wie in jeder neuen Position gab es natürlich auch beim SC Cham einige Herausforderungen. Zu Beginn musste ich mich erst einmal mit den Abläufen und Strukturen innerhalb des Vereins vertraut machen. Es gibt viele unterschiedliche Aufgaben und Verantwortliche, was eine gewisse Abstimmung und Kommunikation erfordert. Es geht auch darum die Erwartungen der Mitglieder und der Vereinsführung zu verstehen und zu berücksichtigen. Ich habe jedoch bereits viel gelernt und bin zuversichtlich, dass sich diese Herausforderungen im Laufe der Zeit noch besser meistern lassen.

Was macht dir an deiner neuen Rolle besonders Spass? Gibt es besondere Momente auf oder neben dem Platz, die Du schon erlebt hast?

Die Vielfalt der Aufgaben sorgt für Abwechslung. Besonders beeindruckt hat mich die reibungslose Zusammenarbeit im Verein aber auch mit der Gemeinde. Es ist motivierend zu sehen, wie gut die Kooperation funktioniert und wie alle gemeinsam an einem Strang ziehen.
Ein besonderer Moment, auf den ich mich schon sehr freue, ist die Women's Euro, bei der das schwedische Nationalteam während der EM ihre Trainings bei uns absolviert. Als Verein haben wir uns vorgenommen, sehr gute Gastgeber zu sein.
Ausserdem geniesse ich es sehr, wenn ich abends aus dem Büro schaue und sehe, was für ein reges Treiben auf dem Eizmoos herrscht. Der Verein bietet so vielen Menschen so vieles – und das ist etwas, das mich wirklich begeistert. Ich empfinde es als Privileg ein Teil davon zu sein.

Welche Ziele hast Du dir für die erste Zeit gesetzt? Gibt es besondere Projekte, die Du anstossen möchtest ?

In der ersten Zeit habe ich mir vor allem das Ziel gesetzt, alle Abläufe so schnell wie möglich zu verinnerlichen und ein tiefes Verständnis für die Strukturen und Dynamiken innerhalb des Vereins zu entwickeln. Das hilft mir dabei, den Überblick zu halten. Was ich bisher gesehen habe, ist, dass viele Abläufe gut funktionieren, aber natürlich gibt es immer Raum für Optimierungen. Es gibt einige Prozesse, die z. B. durch Digitalisierung effizienter gestaltet werden könnten. Vereins- und Mitgliederverwaltung, Rechnungswesen, hier sehe ich Potenzial, Abläufe zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Gleichzeitig gibt es aber auch bestehende Projekte, die bereits gut laufen und weiter intensiv vorangetrieben werden sollten. Ein Beispiel dafür ist der SFV Quality Club, der vorsieht, dass wir in vielen Bereichen bestimmte Standards einführen. Auch Infrastrukturprojekte sowie die Organisation von Anlässen sind Themen, die kontinuierlich unterstützt werden müssen.

Gibt es etwas, das Du an der bisherigen Vereinsstruktur besonders schätzest?

ich schätze besonders die langjährige Erfahrung vieler Mitglieder. Diese Erfahrung schafft Stabilität und Kontinuität, was gerade bei der Planung von Projekten oder Veranstaltungen von unschätzbarem Wert ist.

Und wo siehst Du noch Potenzial für Verbesserungen, sei es in der Organisation oder im sportlichen Bereich?

Die Herausforderung besteht darin, dass bereits gut funktionierende Gefüge weiter zu festigen und gleichzeitig neue, frische Kräfte zu gewinnen, die genauso motiviert und begeistert mit anpacken. Eine gute Organisation findet immer ein Gleichgewicht, zwischen der Erhaltung der Stabilität und der Öffnung für neue Ideen und Perspektiven.
Im sportlichen Bereich halte ich mich bewusst zurück, da es nicht meine Kompetenz ist, in dieser Hinsicht zu bewerten. Ich freue mich jedoch immer über jedes Erfolgserlebnis und hoffe, dass sich auch in schwierigen Phasen eine positive Wendung ergibt.

Wie möchtest Du sich als Geschäftsstellenleiter positionieren und innerhalb des Vereins wahrgenommen werden?

Als Geschäftsstellenleiter möchte ich mich als zentralen Ansprechpunkt für alle Themen rund um die Geschäftsstelle positionieren. Es ist mir wichtig, dass alle Mitglieder, Ehrenamtlichen und Mitarbeiter wissen, dass sie sich mit ihren Anliegen und Fragen jederzeit an mich wenden können. Ich möchte als jemand wahrgenommen werden, der proaktiv hilft, Lösungen zu finden, Prozesse zu optimieren und Dinge voranzutreiben. Das Ergebnis sollte immer eine spürbare Verbesserung sein.

Zum Abschluss: Was möchtest Du den Vereinsmitgliedern, Ehrenamtlichen und Spieler/innen mit auf den Weg geben?

Zunächst möchte ich eine Lanze für alle brechen, die im Verein ehrenamtlich tätig sind. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Herzblut und Engagement alle in ihre Arbeit stecken, ohne dabei an eigenen Vorteil oder Anerkennung zu denken. Diese Menschen tragen massgeblich dazu bei, dass der Verein funktioniert und wächst. Sie sind der Motor, der oft hinter den Kulissen wirkt und dafür sorgt, dass alles reibungslos läuft. Das verdient enormen Respekt. An die Vereinsmitglieder und Spieler/innen möchte ich mit auf den Weg geben: Bleibt weiterhin so engagiert und leidenschaftlich. Jeder Beitrag, sei er noch so klein, ist wertvoll und trägt dazu bei, dass wir als Verein gemeinsam bärenstark sind. Euer Einsatz und die positive Energie, die ihr in den Verein bringt, machen den SC Cham aus. Wenn wir weiterhin zusammenhalten und unsere Ziele im Auge behalten, bin ich überzeugt, dass wir noch viel erreichen können – sowohl auf als auch neben dem Platz.

Wir freuen uns, dass Lorenzo unseren Verein tatkräftig unterstützt, und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg und Spass bei seiner Arbeit in unserem Verein!

Text Nicole Julen